Ziele und Aufgaben
Der Aufbau der ÖI verlangt den Einbezug vieler Akteur:innen. Er braucht effiziente Koordination, ein gemeinsames Verständnis der Ziele und vielfältige Kompetenzen, die die öffentliche Hand nicht allein bereitstellen kann. Hier setzen wir an: ecoinfra suisse bündelt Wissen und Erfahrungen, fördert deren Verbreitung und stärkt die Zusammenarbeit zentraler Akteur:innen für den Aufbau der Ökologischen Infrastruktur.
Fachwissen
Erarbeitung, Verbreitung und Vermittlung von fachlichen und konzeptionellen Grundlagen wie Positionspapiere, Merkblätter und Arbeitshilfen.
Netzwerk
Vernetzung von Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Plattform für Austausch und Vernetzung. Monitoring politischer Entwicklungen und Aktivitäten.
Kommunikation
Verbreitung von Good Practice-Beispielen. Beratung und fachliche Inputs für Bildungsinstitutionen, Kantone, Gemeinden und weitere Akteure.
Geschichte und Struktur
2012 hat der Bundesrat in der Strategie Biodiversität Schweiz das Ziel verankert, eine Ökologische Infrastruktur für die Schweiz aufzubauen. Im Jahr 2018 schlossen sich zentrale Naturschutzexpert:innen zu einer Fachgruppe zusammen, um den Aufbau der ÖI zu unterstützen.
Die Fachgruppe vereint führende Fachpersonen aus Wissenschaft, Verwaltung und NGOs, die das Wissen ihrer Organisationen einbringen und ihre Zeit unentgeltlich einsetzen. Diese Fachgruppe ist für den Naturschutz in der Schweiz einmalig.
Mit Unterstützung des Migros-Pionierfonds gründete die Fachgruppe 2023 das Kompetenzzentrum ecoinfra suisse. Dieses ist als gemeinnütziger, steuerbefreiter Verein organisiert und verfügt über einen Vorstand sowie eine Geschäftsstelle.
Die fachliche und strategische Weiterentwicklung erfolgt durch die Fachgruppe Ökologische Infrastruktur. Der Vorstand stellt die institutionelle und finanzielle Aufsicht sicher, während die Geschäftsstelle für die operative Umsetzung verantwortlich ist.
Geschäftsstelle
Das interdisziplinäre Team der Geschäftsstelle vereint zentrale Disziplinen der Ökologischen Infrastruktur – Naturschutzpraxis, Wissenschaft und Raumplanung – und bringt langjährige Erfahrungen auf allen Verwaltungsebenen ein.
Dazu gehören André Stapfer (ehemaliger Leiter Fachstelle Natur und Landschaft, Kanton Aargau), Sophie Rudolf (vormals verantwortlich für die ÖI beim BAFU), Ivo Widmer (Schnittstelle Wissenschaft–Praxis), Gallus Hess (ehemaliger Kantonsplaner, Appenzell Ausserrhoden) und Géraldine Chavey (vormals tätig in einem Ökobüro).
Die Projekte werden interdisziplinär erarbeitet, sodass Fachwissen, planerisches Know-how und Umsetzungskompetenz ineinandergreifen. Dank regionaler Verankerung und mehrsprachiger Arbeitsweise ist das Team schweizweit präsent und bestens vernetzt – ideal aufgestellt, um die ÖI wirksam zu stärken.
Dr. Sophie Rudolf

Co-Leiterin
Themenschwerpunkte: Konzeptionelle Planung und Raumplanung
Sophie Rudolf hat an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften studiert und sich im Rahmen ihrer Dissertation mit Raumplanungsinstrumenten zum Bodenschutz auseinandergesetzt. Nach ersten beruflichen Stationen in der Abteilung Natur und Landschaft des Kantons Thurgau sowie in einem Berner Raumplanungsbüro war sie beim Bundesamt für Umwelt am Aufbau der ökologischen Infrastruktur tätig. Die gebürtige Neuenburgerin setzt sich bei ecoinfra suisse mit grossem Elan und über den Röstigraben hinweg an der Schnittstelle zwischen Biodiversitätsförderung und Raumplanung ein. In ihrer Freizeit erkundet sie gerne mit ihrer Familie die Vielfalt unserer Natur.
Dr. Ivo Widmer

Co-Leiter
Themenschwerpunkte: Naturwissenschaftliche Verankerung, Netzwerk Wissenschaft und Politik
Ivo Widmer ist promovierter Biologe mit den Schwerpunkten Ökologie und Evolution. Während seiner Forschungstätigkeit in Zürich, Marseille und Lausanne hat er sich ein breites fachliches und wissenschaftliches Wissen angeeignet, um anschliessend den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik zu fördern. Bei ecoinfra suisse setzt er sich mit grossem Engagement für ein landesweites Netz von genügend und qualitativ guten Flächen mit natürlichen und naturnahen Lebensräumen am richtigen Ort ein. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie oder auf dem Velo.
Géraldine Chavey

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Themenschwerpunkte: Praxisorientierte Umsetzung und Raumplanung
Géraldine Chavey hat an der Universität Bern Ökologie und Evolution studiert. Nach zwei Jahren Berufserfahrung in der Schweizer Verwaltung (BAFU, Kanton Aargau) war sie im Ökobüro Biotec tätig, wo sie vor allem Landschaftsentwicklungskonzepte erarbeitet hat. Sie verbindet praxisorientierte Umsetzung mit fundierter Raumplanung – von der ökologischen Aufwertung einzelner Lebensräume bis zur Integration von Natur in Siedlungs- und Landschaftsentwicklung. Mit grosser Motivation ist sie zu ecoinfra suisse gestossen, um durch den Aufbau der Ökologischen Infrastruktur zum Erhalt der Biodiversität in der Schweiz beizutragen. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Flora der Schweiz – in ihrer Freizeit widmet sie sich mit grossem Interesse der vielfältigen Pflanzenwelt.
Gallus Hess

Berater, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Themenschwerpunkte: Raumplanerische Prozesse und Umsetzung
Gallus Hess ist Geograf und Raumplaner und bearbeitet bei ecoinfra suisse insbesondere Fragen zur planerischen Umsetzung der Ökologischen Infrastruktur. Daneben ist er Mitglied der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission und führt ein eigenes Planungsbüro mit Schwerpunkt ländliche Entwicklung und Landschaft. Seine private Zeit verbringt er mit Vorliebe auf Segelboot, Velo, Appenzeller Hügeln und hinter Bündner Bergen.
André Stapfer

André Stapfer hat an der Universität Zürich Geographie und in den Nebenfächern Geobotanik und Geologie an der ETH studiert. Während 22 Jahren war er Mitarbeiter, bzw. Leiter der Fachstelle Natur und Landschaft des Kantons Aargau. Als ehemaliges Vorstandsmitglied und Präsident der kantonalen Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz (KBNL) hat er noch heute viele Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen in anderen Kantonen und beim Bund und als ehemaliger Gemeinderat in seiner Wohngemeinde auch Erfahrungen auf der Gemeindeebene. Nach einigen Jahren hauptberuflich als Fachhochschul-Professor für Landschaftsökologie ist er heute der «Senior-Partner» im Team von ecoinfra suisse. In seiner Freizeit ist er häufig in artenreichen Lebensräumen, in der Küche oder auf dem Tennisplatz anzutreffen.
Fachgruppe Ökologische Infrastruktur
Die Fachgruppe Ökologische Infrastruktur wurde 2017 vom Schweizerischen IUCN-Komitee und dem Netzwerk Schweizer Pärke gegründet und setzt sich aus Vertretern von Wissenschaft, Verwaltung und NGOs zusammen. Die Fachgruppe hat ecoinfra suisse, das Kompetenzzentrum Ökologische Infrastruktur 2023 initiiert und ist fachlich-inhaltliche Auftraggeberin der Geschäftsstelle von ecoinfra suisse.
Agroscope
Dr. Yvonne Fabian
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) – Forum Biodiversität
Lukas Berger
Jodok Guntern
BirdLife Schweiz
Dr. Raffael Ayé
Dr. Daniela Pauli
Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
Prof. Dr. Rolf Holderegger
Lena Gubler
InfoSpecies
Dr. Stefan Eggenberg (Info Flora)
Dr. Glenn Litsios (Info Fauna)
IUCN Schweiz
Sarah Pearson Perret (Präsidentin der Fachgruppe Ökologische Infrastruktur)
Friedrich Wulf
Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz (KBNL)
Dr. Catherine Strehler Perrin (VD)
Ursina Wiedmer (ZH)
Netzwerk Schweizer Pärke
Erica Baumann
Eric Schär
Pro Natura
Sarah Pearson Perret
Schweizerische Vogelwarte
Dr. Stephanie Michler Keiser
Städtische Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz
Nik Indermühle (Stadt Bern)
Sabine Tschäppeler (Stadt Bern)
Bettina Tschander (Stadt Zürich)
Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
Roman Hapka
WWF Schweiz
Thomas Wirth
Bundesamt für Umwelt BAFU (Ständiger Gast)
Der Migros-Pionierfonds unterstützt nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, um den systemischen Wandel in Richtung einer zukunftsfähigen Gesellschaft anzustossen. Der wirkungsorientierte Förderansatz verbindet finanzielle Unterstützung mit einem aktiven Förder- und Risikomanagement. Der Fonds ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Migros-Gruppe und verfügt über jährlich rund 15 Millionen Franken. Getragen wird er von Unternehmen der Migros-Gruppe wie Denner, Migros Bank, Migrol, migrolino und Ex Libris.
Die Stiftung bezweckt die Verbreitung des Gedankengutes des Naturschutzes und die Unterstützung gleichgerichteter anderer Institutionen in ihren Bestrebungen. Die Stiftung will in der Bevölkerung den Sinn und das Interesse für die Erhaltung der ursprünglichen Natur, des natürlichen Landschaftsbildes, der Flora und Fauna mehren und stärken. Zu diesem Zwecke tätigt die Stiftung finanzielle Unterstützung an andere Institutionen mit gleicher oder ähnlicher Zielstrebung wie auch an Fachkräfte, welche sich mit der Forschung auf dem Gebiet des Naturschutzes befassen.
















